Audemars Piguet - Jahrgang Millenary
Mit der Gründung von Audemars Piguet vor mehr als 130 Jahren dachten sich Jules-Louis Audemars und Edward-Auguste Piguet eines der schönsten uhrmacherischen Abenteuer aller Zeiten aus. Als Hommage an die Gründerväter hat die Manufaktur aus Le Brassus unentwegt deren avantgardistischen Geist gepflegt, indem sie in der Uhrmacherkunst neue Wege beschritt und ebenso komplexe wie innovative Zeitmesser baute. Dazu gehört auch die Millenary-Kollektion, deren ovales Gehäuse dem perfekten Kreis einen Hauch von Poesie verleiht. Die klassisch und zugleich architektonisch gestaltete Kollektion birgt aussergewöhnliche mechanische Uhrwerke in sich.
Offenherzig
Zu den auffallendsten Kreationen gehört die Millenary 4101. Fraglos lenkt diese Uhr über den ersten Eindruck von technischer Schönheit und Raffinesse hinaus den Blick auf sich. Ihr komplett intern entworfenes, entwickeltes und hergestelltes Werk – Kaliber 4101 mit automatischem Aufzug – liegt «verkehrt herum», sodass das, was normalerweise am Grund verborgen ist, sichtbar wird. Nicht weniger als zwölf Brücken wurden auf der Zifferblattseite der Grundplatine arrangiert. Auch die Unruh mit variabler Trägheit und ihren acht Masselot-Gewichten aus Gold zeigt sich dem Betrachter. Die kleine Sekunde nimmt bei ihrem Lauf die dezentrierten Stunden- und Minutenzeiger mit, und wird von ihnen regelmässig überflogen. Die ganze komplexe Mechanik unterwirft sich den Identitätsmerkmalen der Millenary: dem ovalen Gehäuse, diskret hervorgehoben durch den Wechsel von gebürsteten Korpusflächen und hochglanzpolierter Lünette, sowie dem dezentrierten Zifferblatt mit seinen römischen Ziffern. Diese Uhr – ihre Technik und ihr Design – wird als eine Einheit begriffen, die durch ihr dreidimensionales und technisches Äusseres hervorsticht.
Eine mechanische Stradivarius
Ein weiteres Prunkstück ist die neue Millenary Répetition minutes. Im Laufe seiner Existenz hat das Haus Audemars Piguet der Geschichte der Minutenrepetition seinen Stempel aufgesetzt. Die akustische Zeitanzeige stammt aus einer Zeit, als es noch kein elektrisches Licht gab, und ermöglichte es, die Zeit auch im Dunkeln «abzulesen».
Die Millenary Répetition minutes folgt dieser Philosophie mit konzentriertem Know-how, hoher Spezialisierung und neuartigen Materialien. In diesem aussergewöhnlichen Stück ist das Handaufzugskaliber AP 2910 untergebracht, das durch einen untypischen Bau des Regulierorgans hervorsticht. Dieses besteht nicht aus einer einzigen, sondern aus zwei Spiralfedern, die um 180° verdreht übereinander angeordnet sind. Die beiden gegenläufig wirkenden Spiralen bieten mehrere Vorteile. Zum einen kompensieren sie automatisch allfällige Unwuchten und machen die Verwendung sogenannter «Breguet-Endkurven» überflüssig, die stets etwas delikat herzustellen sind. Ausserdem gleichen sie bei senkrecht getragener Uhr eventuelle Schwerkraftfehler aus, und das völlig ohne komplizierten Zusatzmechanismus wie zum Beispiel ein Tourbillon. Die Summe dieser Vorteile erlaubt eine feinfühligere Regulierung von Unruh und Spiralen, die mit 21‘600 Halbschwingungen pro Stunde oszillieren.
Die beiden Federhäuser des Uhrwerks gewähren eine aussergewöhnlich hohe Gangreserve von sieben Tagen. Ein drittes Federhaus versorgt das Schlagwerk mit Energie und ist zweieinhalb Mal so gross wie üblich, was der Regelmässigkeit und dem Klang der Repetition zugutekommt. Das Titangehäuse bietet ein herrliches Spektakel: Exzentrisch angeordnete Zifferblätter lenken den Blick in die geheimnisvolle Tiefe des Mechanismus. Die AP-Hemmung mit ihren beiden übereinander liegenden, um 180° verdrehten Spiralen, aber auch die Tonhämmer und die Klangfarbe des Läutwerks, werden zu den Hauptakteuren auf einer dreidimensionalen Bühne.
Im Zusammenspiel von Technik und Design bringt die Millenary einzigartige Kreationen hervor, in deren Herzen aussergewöhnliche Komplikationen ticken. Mit dieser originellen Kollektion wird der Erfindergeist der beiden Gründerväter perfekt überliefert.




